03 JulWordPress schneller machen

Bei der optimalen Wahl eines Content-Management-Systems für einen Kunden spielen viele Faktoren eine Rolle. Geht es darum, dem Kunden für eine “ganz normale” Unternehmenspräsentation ein System aufzubauen, welches einfach in der Bedienung und ohne viel Einarbeitung durch den Kunden zu administrieren ist, ziehe ich auch WordPress gerne in Betracht. Außerdem habe ich festgestellt, dass auch die Suchmaschinen die WordPress – generierten Seiten sehr schnell indizieren und somit die Arbeit der Suchmaschinenoptimierung (SEO) unterstützen.

Allerdings eilt WordPress auch der Ruf voraus, dass es den Server belastet und nicht wirklich ein “Rennwagen” unter den Content-Management-Systemen ist. Das ist absolut richtig, sofern man WordPress ohne ein klein wenig unterstützende Code-Optimierung und ein zusätzliches PlugIn alleine lässt. Kurz: Das muss so nicht sein!

Beispiel diese meine Seite.
Ohne die “Tuning-Arbeiten” haben die einzelnen Seiten etwa 4 Sekunden benötigt, um fertig generiert an den Browser des Seitenbesucherns ausgeliefert zu werden. Die Zeit ist nicht unvertretbar – aber auch nicht wirklich komfortabel im Sinne des Besuchers meiner Seite. Nach einem wirklich nur kleinen Eingriff in den Code und einem zusätzlichen Plugin hat sich die durchschnittliche Zeit zur Generierung einer einzelnen Seite auf etwa 0,3 bis 0,4 Sekunden reduziert. Den aktuellen Wert für diese Seite gebe ich Ihnen am Fuß einer jeden Seite aus (in der Hoffnung, dass der Banner die Werte nicht zu sehr verschlechtert ;-) ).

Was ist also nun zu tun?


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Schritt 1: Anwenden der gZip-Kompression auf die WordPress-Seiten
Grundsätzlich werden die Seiteninhalte von WordPress unkomprimiert an den Browser des Seitenbesuchers ausgeliefert. Trotz inzwischen hoher Bandbreiten bei den Internet-Usern entscheidet dennoch die Gesamtdatenmenge einer Seite über die eigentliche Auslieferungszeit. Ein normal konfigurierter Webserver / Apache-Server sollte die Kompression als gZIP unterstützen und das werden wir mit nur einer einzelnen Zeile Code ausnutzen.
Die Anleitung: Ihr WordPress-Blog nutzt ein Template für die grafische Darstellung der Inhalte. Die dazu gehörenden Dateien finden Sie in Ihrem Template-Verzeichnis unter "wp-content/themes/". Öffnen Sie die dort liegenende Datei "functions.php" in einem entsprechenden Editor und fügen als erste Zeile nach dem "< ? php" folgende Zeile hinzu:

ob_start("ob_gzhandler");

Speichern Sie nun die Datei wieder auf Ihrem Server und testen Sie, ob das Laden der Seiten nun schneller funktioniert. Prüfen können Sie auch den Erfolg Ihrer Kompression mit dem gzip-test. Der Wert der Kompression meiner Seite liegt dort bei etwa 70%.

Schritt 2: Das Cachen der WordPress-Seiten
Oftmals ändern sich bei Internetseiten immer nur wenige Inhalte, selbst bei Blogs bleiben viele Inhalte ab der Erstellung unverändert. Somit kann man sich die Technik des Cachens zunutze machen. Man bewegt die Applikation dazu, die Seiten und Seiteninhalte im Speicher des Servers bzw. im Speicher der User-Browser zu halten bis zu dem Moment, wenn sich die Inhalte ändern. Das spart viel Rechenzeit des Webservers, da er die Inhalte nicht bei jedem Aufruf durch einen Seitenbesucher immer wieder neu zusammen stellen muss.
Hierfür gibt es zahlreiche Plugins für WordPress. Das Plugin einfach in den entsprechenden Ordner im WordPress kopieren und gemäß der Anweisungen im Plugin-Bereich der WordPress-Administration konfigurieren. Meine Erfahrungen zu den unterschiedlichen Caching-PlugIns werde ich in einem separate Artikel nachreichen.

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